ALEGrO


März 2018  

Reportage Baustelle

Die Firma Vandenberg – K-Boringen -Jan De Nul hat unter Aufsicht von Elia mit dem Bau des Mikrotunnels unter der Maas und dem Albertkanal am Viadukt von Cheratte begonnen. Dank dieser besonderen Technik kann die Stromverbindung unter die beiden Wasserwege geführt und weiter in Richtung Deutschland geleitet werden. Zwei Jahre werden für den Bau benötigt.

Die Teams haben die Baugrundvorbereitungen für die Bohrgrube an der Ostseite (Maas, Mercury-Gelände) abgeschlossen, erklärt Els Celens, ALEGrO-Projektleiterin bei Elia. Nun kann mit dem Einlassen der sich überschneidenden Betonpfähle, die den oberen Teil der wasserdichten Stützwand der Grube bilden, begonnen werden. Mit den Vorbereitungen für die Grube auf der westlichen Seite des Mikrotunnels (hinter dem Supermarkt Carrefour) soll Mitte März begonnen werden.

Sollten Sie diesbezüglich Fragen haben, dann rufen Sie uns bitte unter der kostenlosen Rufnummer 0800 18 002 an oder schreiben Sie eine E-Mail an alegro@elia.be. Sie können den Fortgang der Arbeiten außerdem auf dieser Karte verfolgen.

Januar 2018

Aufnahme der Bauarbeiten für das ALEGrO-Projekt

Im Rahmen der künftigen unterirdischen HGÜ-Leitung ALEGrO liegen nun alle Genehmigungen und Zulassungen zum Bau des belgischen Projektabschnitts vor. Am 15. Januar folgte der erste Spatenstich an drei Infrastruktur-Baustellen: für die Erdkabelverbindung, den Mikrotunnel und die Konverterstation.

Bei den Anhörungen mit den Gemeinden und Anwohnern wurden sämtliche Bedenken und Erwartungen zur Kenntnis genommen, um das Projekt unter weitestgehender Berücksichtigung der Umwelt und des Lebensraums der Einwohner in den 14 betroffenen Gemeinden zu planen.

In unseren Bemühungen um genaue und ausführliche Informationen haben wir eine Karte erstellt, die regelmäßig aktualisiert wird, um den Baufortschritt mitzuverfolgen. Diese Karte können Sie jederzeit einsehen.

Der erste Interkonnektor zwischen Belgien und Deutschland

Das ALEGrO-Projekt, die erste Stromverbindung zwischen Belgien und Deutschland, hat die erforderlichen Genehmigungen und Zulassungen erhalten und tritt nun in die nächste Phase ein. Der Baubeginn ist für Mitte Januar 2018 vorgesehen, nach Einschätzungen von Elia werden die Arbeiten zwei Jahre in Anspruch nehmen.

Zur Erinnerung: Das Projekt ALEGrO umfasst den Bau des ersten Interkonnektors zwischen Belgien und Deutschland. Die neue Stromverbindung durchquert in Belgien 14 Gemeindegebiete und erstreckt sich über eine Länge von insgesamt 90 km (davon 49 km in Belgien und 41 km in Deutschland).
Mit dem Vorhaben werden drei Hauptziele verfolgt:

  1. die verstärkte Einbindung der erneuerbaren Energien,
  2. die Beteiligung an der Preiskonvergenz,
  3. die Optimierung der Versorgungssicherheit.

Lesen Sie die Pressemitteilung

Mai 2017

Abschluss der vier Infomärkte zum Projekt ALEGrO

Herzlichen Dank an alle Bürgerinnen und Bürger, die unser ALEGrO-Team an einem der vier von Elia organisierten Info-Abende besucht haben. Es hat uns gefreut, Sie vor Ort über die Ergebnisse der Umweltverträglichkeitsprüfung und über die weitere Entwicklung des Projekts zu informieren und Ihre Fragen zu beantworten. Unser Dank gilt auch den Bürgermeistern sowie den Gemeinde- und Stadtverwaltungen von Visé, Lontzen, Oupeye und Herve.

Das ALEGrO-Projekt wird zurzeit von den regionalen und föderalen Behörden geprüft. Die endgültige Entscheidung erwarten wir bis Ende 2017.

Wir halten Sie auch weiterhin über den aktuellen Stand des Verfahrens auf dem Laufenden.

Sprechstunde an vier Abenden

Elia hat für das Projekt ALEGrO die Genehmigungsanträge bei der Wallonischen Regierung eingereicht.

Seit dem 2. Mai und für eine Dauer von 30 Tagen läuft nun die öffentliche Untersuchung und kann die komplette Akte in den betroffenen Gemeindeverwaltungen eingesehen werden. 

Aus eigener Initiative und im Rahmen ihrer Politik der Transparenz hält Elia an vier Abenden Sprechstunden ab, um die aufgrund der Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) vorgenommenen Änderungen und Anpassungen zu erläutern. Auch das unabhängige, anerkannte Studienbüro CSD Ingenieure, das die UVP erstellt hat, ist während der Sprechstunden vertreten und stellt Ihnen die Ergebnisse der UVP vor.

Wir begrüßen Sie gern an einem der folgenden Abende:

  • Am 10. Mai zwischen 19.00 und 21.00 Uhr, Salle des Arbalétriers, Rue Haute 46, 4600 Visé
  • Am 11. Mai zwischen 17.00 und 19.00 Uhr, Gemeindesaal, Kirchstraße 46, 4710 Lontzen
  • Am 15. Mai zwischen 17.00 und 20.00 Uhr, Salle de réunion de l’administration communale, rue des Ecoles 4, 4684 Hacourt (Oupeye)
  • Am 18. Mai zwischen 18.00 und 20.00, Salle du Conseil communal de la Ville de Herve, Centre Administratif „Marie-Thérèse“, rue du Collège 26, 4650 Herve

Das gesamte ALEGrO-Team steht Ihnen zur Beantwortung Ihrer Fragen zur Verfügung. Wir hoffen, Sie an einem dieser Abende zahlreich begrüßen zu dürfen.

Bis dahin können Sie uns jederzeit telefonisch unter der kostenlosen Nummer 0800 18 002 oder per E-Mail an alegro@elia.be erreichen.


 

14 März 2017

Kreative Begegnung rund um das Projekt ALEGrO

Am 14. März war das Projekt ALEGrO zu Gast im Château de Colonster in Lüttich. Die belgisch-deutsche Stromverbindung ALEGrO war das Thema einer von Liège Créative organisierten Podiumsdiskussion.

Für die beiden Projektmanager Stefaan Vanden Berge und Els Celens war dies eine schöne Gelegenheit, die Herausforderungen des Vorhabens und die von Elia verfolgten Zielsetzungen zu erläutern und auf die gute und enge Zusammenarbeit mit dem deutschen Übertragungsnetzbetreiber und Projektpartner Amprion hinzuweisen.

Das Unternehmen Siemens, das nach einer europäischen Ausschreibung den Auftrag für den Bau der Konverterstation in Lixhe erhalten hatte, war durch Alain Belvaux vertreten. Herr Belvaux erläuterte die Bau- und Funktionsweise der Konverterstation - eine große Premiere!

Es war für das ALEGrO-Team eine Freude, den Lütticher Unternehmern und Kreativen ihr Projekt vorstellen zu dürfen. Vielen Dank an das Team von Liège Créative für diese Einladung!

März 2017

Einreichung der Genehmigungsanträge

Nach Abschluss der Umweltverträglichkeitsstudie in diesem Februar hat Elia die Akte des Genehmigungsantrags für das Projekt ALEGrO fertiggestellt und an die Zentrale Anlaufstelle des PCI übermittelt, die deren Vollständigkeit zu beurteilen hat. Sobald die Akte für vollständig erklärt wurde, kann sie bei den kommunalen Behörden und den zuständigen Stellen eingereicht werden.

Dies ist eine wichtige Etappe im Verfahrensablauf. Damit nähert sich nämlich für uns eine Gelegenheit zu einem Treffen mit Ihnen, den Anwohnerinnen und Anwohnern. Wenn die verschiedenen zuständigen Behörden das Projekt geprüft haben, werden diese Unterlagen beim Bauamt der betreffenden Gemeinden für Sie zur Einsicht ausgelegt, und zwar für eine Dauer von dreißig Tagen.

Um das Verständnis dieser Akte zu erleichtern und Ihre persönlichen Fragen zu beantworten, wird Elia während dieser dreißig Tage der öffentlichen Untersuchung mehrere Sprechstunden anbieten. Gern halten wir Sie über die Termine dieser Informationsabende auf dem Laufenden.

Bis zu diesen Treffen stehen wir Ihnen für alle Fragen zur Verfügung, entweder telefonisch unter der gebührenfreien Rufnummer 0800 18 002 oder unter der E-Mail-Adresse alegro@elia.be.

Dezember 2016

Entdecken Sie das Projekt in Bildern:

November 2016 

Amprion und Elia beauftragen Siemens mit Umrichtern für HGÜ-Verbindung

Amprion und Elia haben mit Siemens einen Vertrag über die Lieferung zweier Umrichterstationen zur Hochspannungsgleichstromübertragung (HGÜ) für die erste Stromverbindung zwischen Deutschland und Belgien unterzeichnet, ALEGrO.

November 2016

Das Projekt ALEGrO geht in die nächste Phase: Die Umweltverträglichkeitsprüfung

Das gesamte Team des ALEGrO-Projekts möchte Ihnen herzlich für Ihre Anwesenheit auf der Sitzung zur Vorabinformation der Öffentlichkeit am 18. Oktober 2016 in Visé und den Informationsveranstaltungen am 19. und 20. Oktober 2016 in Herve und Raeren danken. Die Informationsabende boten uns die Gelegenheit, Ihnen das Interkonnektor-Projekt zwischen Belgien und Deutschland vorzustellen. Vor allem aber konnten wir uns einen Überblick über Ihre Fragen, Anmerkungen und Anregungen verschaffen.

Heute geht das Projekt in die zweite Phase, die Durchführung der Umweltverträglichkeitsprüfung. Beauftragt wurde das Ingenieurbüro CSD, ein von der wallonischen Regierung anerkanntes, unabhängiges Studienbüro. Die Prüfung geht von einer Reihe vorab festgelegter Kriterien aus und berücksichtigt die Anmerkungen und Vorschläge, die Sie uns während der Informationsveranstaltungen oder schriftlich mitgeteilt haben. Das ALEGrO-Team setzt alles daran, die Auswirkungen des Projekts auf Mensch und Natur weitestgehend zu minimieren.

Wir stehen Ihnen selbstverständlich weiterhin für Ihre Fragen zur Verfügung. Rufen Sie uns an unter der kostenlosen Rufnummer 0800 18 002 oder schreiben Sie eine Mail an alegro@elia.be.
 

Oktober 2016

Wir laden die Einwohnerinnen und Einwohner der durch das ALEGrO-Projekt anbelangten Gemeinden Visé, Oupeye, Herstal, Liège, Blegny, Soumagne, Herve, Thimister-Clermont, Welkenraedt, Limbourg, Baelen, Eupen, Lontzen und Raeren herzlich zur Vorabinformation der Öffentlichkeit ein.

Die offizielle Sitzung findet am

  • Dienstag, den 18. Oktober 2016 um 20 Uhr im "Salle des Arbalétriers", Rue Haute 46 in 4600 Visé statt

Zwei weitere Sitzungen finden am

  • Mittwoch, 19. Oktober 2016 um 20 Uhr im "Salle du Conseil", Rue du Collège 26 in 4650 Herve, und am
  • Donnerstag, 20. Oktober 2016 um 20 Uhr in der Aula der Gemeindeschule, Hauptstraße 45 in 4730 Raeren statt

statt (in Deutsch und Französisch ).

Das ALEGrO-Team von Elia würde sich freuen, Sie zu einem dieser Informationsabende begrüßen zu dürfen und sich einen Überblick über Ihre Fragen und Anmerkungen zum Projekt verschaffen zu können.

Über diesen LINK geht es zur offiziellen Einladung.

Juni 2016

Der regionale Fernsehsender RTC Liège hat am 1. Juni 2016 die in der Gemeinde Oupeye organisierte Ausstellung zum ALEGrO-Projekt besucht. Im Rahmen dieser Ausstellung, die Informationen über die neue Verbindungsleitung zwischen Belgien und Deutschland bot, konnten sich die Anwohnerinnen und Anwohner direkt an die dort anwesenden zuständigen Gemeindemitglieder, die Verantwortlichen des Übertragungsnetzbetreibers Elia und an einen unabhängigen Sachverständigen des ISSeP wenden. Zugleich war die Ausstellung Anlass, Elia und das ALEGrO-Projekt vorzustellen und die Ergebnisse der in Calais ergriffenen Maßnahmen in einem vergleichbaren Projekt zu präsentieren.

Die Reportage des RTC Liège können Sie sich hier ansehen (auf Französisch)

Mai 2016

Elia und die Gemeinde Oupeye: partnerschaftlicher Besuch in Calais

Auf Anfrage des Gemeindekollegiums hat eine Delegation der Gemeinde Oupeye die Stadt Calais im Norden Frankreichs besucht, wo sie ein Gelände, das von einem Erdkabel durchkreuzt wird, besichtigen konnten. Die dort eingesetzte Technologie ist mit der des ALEGrO-Projekts zu vergleichen.

Der Bürgermeister von Oupeye, der für Gesundheit zuständige Schöffe sowie die für das ALEGrO-Projekt zuständige Vertreterin des Städtebauamts wurden von Paul BERNARD, dem unabhängigen Sachverständigen des ISSeP (Institut Scientifique de Service Publique) begleitet. Einige Anwohnerinnen und Anwohner hatten zuvor ihre Besorgnis über elektromagnetische Felder und deren Auswirkungen auf die Gesundheit geäußert.

Der von der Gemeinde beauftragte Experte führte im Beisein der Besucher aus Oupeye die entsprechenden Messungen durch, aus denen hervorging, dass die Werte dem natürlichen Erdmagnetfeld entsprechen. In Calais konnte aufgezeigt werden, dass eine derartige Stromverbindung keine Auswirkungen auf die magnetischen Felder der Erde hat.

Die Anwohner und Gemeindevertreter aus Oupeye konnten angesichts dieser Messergebnisse beruhigt aus Calais abreisen.

Ausstellung in der Gemeinde Oupeye

Auf Wunsch der Gemeinde Oupeye hat Elia im dortigen Gemeindehaus eine Ausstellung rund um das ALEGrO-Projekt organisiert, die den Bürgerinnen und Bürgern Informationen zur neuen Verbindungsleitung zwischen Belgien und Deutschland bot. Im Rahmen dieser Informationsveranstaltung konnten sich die Anwohnerinnen und Anwohner direkt an die dort anwesenden zuständigen Gemeindemitglieder, an die Verantwortlichen des Übertragungsnetzbetreibers Elia und an einen unabhängigen Sachverständigen des ISSeP wenden. Zugleich war die Ausstellung Anlass, Elia und das ALEGrO-Projekt vorzustellen und die Ergebnisse der in Calais durchgeführten Messungen der magnetischen Felder bei einem vergleichbaren Projekt zu präsentieren.

Projekt

Der ALEGrO-Interkonnektor erstreckt sich über eine Gesamtlänge von 90 km. Davon liegen 49 km in Belgien.

  1. Trasse
    Die zukünftige Stromverbindung läuft vom bestehenden Umspannwerk in Lixhe bis zur Autobahnraststätte an der E40 in Eynatten (Raeren).
    Die Trasse wird vorwiegend mit bestehenden Infrastrukturen wie Treidelpfaden, der Autobahn oder dem Infrabel-Gelände gebündelt. Vor der Festlegung der Trassenführung wurden mehrere Alternativen eingehend geprüft. Die heutige Trasse wurde in Absprache mit den örtlichen Behörden so festgelegt, dass die Belastungen für Mensch und Umwelt so gering wie möglich sind.
  2. Entdecken Sie die Route in Bildern

  3. Transportkapazität
    Die Stromverbindung soll eine Transportkapazität von 1.000 Megawatt haben, das sind 10 % des durchschnittlichen Stromverbrauchs in Belgien.
  4. Technologie
    Bei dieser Erdkabelverbindung kommt die derzeit modernste Technologie zum Einsatz, die in Europa gegenwärtig für den Transport großer Energiemengen über große Entfernungen zur Verfügung steht: die Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung (HGÜ).

  5. Unterirdische Stromverbindung
    Die unterirdische Stromverbindung zwischen den beiden Konverterstationen besteht aus zwei Kabeln, die jeweils einen Durchmesser von 12 cm haben und auf der gesamten Länge erdverlegt werden, sodass es keinerlei Auswirkungen auf die Landschaft gibt.

 

   

Ziele

Das Projekt ALEGrO ist von wesentlicher Bedeutung für: 

  1. Die Versorgungssicherheit
    ALEGrO ist eines der Großprojekte, die zur mittel- und langfristigen Gewährleistung der Stromversorgungssicherheit des Landes beitragen. Die Verbindungsleitungen zu den Nachbarländern müssen verstärkt werden, da Europa fordert, dass mindestens 15 Prozent der nationalen Produktion in die oder aus den Nachbarländern aus- bzw. eingeführt werden können. ALEGrO trägt wesentlich dazu bei, unser Stromnetz während der Spitzenverbrauchszeiten vor Blackouts oder Stromknappheit zu schützen.
  2. Einbindung der erneuerbaren Energien
    Die europäischen Ziele für die Erzeugung erneuerbarer Energien (ein Anteil von mindestens 20% am belgischen Strombedarf bis 2020) sind durchaus ehrgeizig. Belgien schließt sich diesen Zielen an. Der Strom aus erneuerbaren Quellen wird dezentral erzeugt - dank ALEGrO kann der Strom dort, wo er produziert wird, in das Netz eingespeist und zu den Verbrauchern transportiert werden.
  3. Preiskonvergenz
    Der Energieaustausch zwischen Belgien und Deutschland trägt zu günstigeren Preisen auf dem Energiemarkt bei.

 

Welche Vorteile bringt ALEGrO für Belgien?

  • Die Transportkapazität für den Stromaustausch zwischen Belgien und Deutschland wird verstärkt,
  • in beiden Ländern wird das Risiko eines Ungleichgewichts zwischen Stromerzeugung und Verbrauch gemindert,
  • das Projekt trägt maßgeblich zur Erhöhung der Versorgungssicherheit bei, da verschiedene (dezentrale) Erzeugungsquellen eingebunden werden können,
  • die Einbindung und der Transport der erneuerbaren Energien wird optimiert,
  • die Öffnung des Strommarktes und Förderung des Wettbewerbs, was sowohl Privathaushalten wie Unternehmen zugutekommt,
  • der Stromaustausch zwischen den Nachbarländern wird gefördert, was zu niedrigeren Strompreisen auf dem Energiemarkt führt.

Genehmigungen

Vorabplanung

Das Projekt ALEGrO wird in drei großen Etappen realisiert:

  1. In der ersten Etappe hat Elia 2013 das Verfahren bezüglich der Revision der Sektorenpläne eingeleitet. Im Rahmen dieser Revision wird der benötigte Reserveumkreis in den Plänen aufgenommen, um dann die zweite Etappe, das Genehmigungsverfahren, einzuleiten.
  2. Die zweite Etappe ist die Einreichung der Genehmigungsanträge bei den Wallonischen Behörden. Für das Projekt muss eine Globalgenehmigung, eine Straßenbaugenehmigung und eine Gemeinnützigkeitserklärung beantragt werden und gemäß den für PCI-Vorhaben (Projekte von gemeinsamem Interesse) festgelegten Verfahren durchgeführt werden.

    Im Rahmen der Globalgenehmigung muss eine Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) durchgeführt werden. Vorher muss eine Vorabinformation der Öffentlichkeit stattfinden. Jede Frage oder Anmerkung der Öffentlichkeit wird im Rahmen der UVP, die dem Antrag auf Globalgenehmigung beigelegt wird, geprüft.

    Gemäß der EU-Verordnung Nr. 347/2013 werden sämtliche Genehmigungsverfahren von den zuständigen Behörden in einen globalen Beschluss zusammengeführt.
  3. Die dritte Etappe schließlich ist der Beginn der Bauarbeiten.
    Sie umfasst den Bau der Konverterstation und die Verlegung der Erdkabel. Nach heutigem Planungsstand ist die Inbetriebnahme des Interkonnektors für 2020 vorgesehen.

 

Der Schutz der Umwelt - unsere Priorität

Um ALEGrO zu realisieren, müssen verschiedene Baustellen eingerichtet werden. Elia ergreift sämtliche erforderliche Maßnahmen zur Minimierung der Belastung für die Umwelt.

Die Konverterstation

Die Konverterstation wird in Lixhe auf dem Elia-Gelände neben dem bestehenden Umspannwerk gebaut. Beim Bau kommen die hochwertigsten Technologien und Materialien zum Einsatz. So entsteht eine leistungsstarke Anlage und werden eventuelle Beeinträchtigungen minimiert. Um die Konverterstation herum werden zur optimalen Integration in das Landschaftsbild Bäume angepflanzt.







Die Festlegung der günstigsten Trasse

Die Trasse des Erdkabels verläuft vorwiegend entlang bestehender Infrastrukturen wie der Autobahn E40, des Treidelpfads und der ICE-Trasse Brüssel-Köln. Wohngebiete, Gebiete von großem biologischen Interesse und Natura 2000-Gebiete werden wo immer möglich vermieden. Bei der Wahl der Trassenführung wird die Minimierung der Verkehrsbehinderungen während der Bauarbeiten berücksichtigt.

Drei Verlegeverfahren

  1. Kabelgräben

    Auf dem längsten Teil der Trasse werden 1,80 m tiefe und 1 m breite Kabelgräben in 1 km langen Abschnitten ausgehoben. Pro Abschnitt dauern die Bauarbeiten durchschnittlich sechs Wochen. Bei diesem Verfahren werden immer die Minimierung der Verkehrsbehinderungen und der Erhalt der Biotope berücksichtigt.

    Grabenaushub
  2. Richtbohrung

    Die Technik des Richtbohrens wird dann eingesetzt, wenn wichtige Infrastrukturen wie Kreuzungen, Verkehrsknoten oder Bahntrassen durchquert werden müssen.

  3. Mikrotunnel unter der Maas und dem Kanal

    Bei dem Viaduc de Cheratte wird Elia unter der Maas und dem Kanal ein Mikrotunnel zur Durchführung der Erdkabelverbindung angelegt. Bei diesem Verfahren kommen modernste Spitzentechnologien zum Einsatz.

    Der Mikrotunnel





    Für Elia ist es eine Ehrensache, dass an allen Baustellen die bestehenden Infrastrukturen (Wege, RAVeL, usw.) nach Bauende instand gesetzt werden.

 

Ein partnerschaftliches Projekt

Im Rahmen dieses für die Gemeinschaft unerlässlichen Projekts Elia legt größten Wert auf die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den örtlichen Behörden. Unser Anliegen ist es, die Auswirkungen oder Beeinträchtigungen für Anwohnerinnen und Anwohner zu minimieren. Während der Bauarbeiten soll der partnerschaftliche Dialog täglich stattfinden und intensiviert werden.

Elia setzt alles daran, die Beeinträchtigungen während der Bauphase auf ein Minimum zu reduzieren.

  • Minimierung von Verkehrsbehinderungen
    Nach Rücksprache mit den zuständigen Instanzen (Bauamt, Polizei, usw.) und den Anwohnern werden entsprechende Maßnahmen ergriffen.
  • Minimierung der Lärmbehinderung
    Bauarbeiten, die Lärm verursachen, werden ausschließlich werktags und während der normalen Arbeitszeiten (7 - 17 Uhr) durchgeführt, sofern keine Vereinbarung mit den zuständigen Behörden besteht, beispielsweise wenn diese zu bestimmten Zeiten Verkehrsbehinderungen minimieren möchten.

Nach Bauende:

  • Die regionalen und kommunalen Infrastrukturen werden auf der Basis eines Ortsbefunds, der vor Beginn der Bauarbeiten erstellt wird, in ihren ursprünglichen Zustand zurückversetzt.  

Grabenaushub

Elia möchte die Anwohnerinnen und Anwohner laufend informieren und während des gesamten Projekts auf Fragen und Anmerkungen reagieren - von der Vorabinformation der Öffentlichkeit bis zur Inbetriebnahme des Interkonnektors. Sobald die mobile Baustelle Ihre Gemeinde erreicht, werden Sie über die Planung und den Fortgang der Bauarbeiten informiert.

Mit Ihren Fragen können Sie sich jederzeit an eines unserer Teams wenden, telefonisch unter der kostenlosen Nummer 0800/18 002 oder per Mail an : alegro@elia.be. Auf unserer Website www.alegro.be finden Sie weitere, aktuelle Informationen zum Projekt.