Ostschleife

Version française


Juni 2016

Anlässlich der EU-Woche für nachhaltige Energie hat Elia einen weniger bekannten Aspekt seiner Unternehmensziele beleuchtet, nämlich die Investitionen in Netzprojekte zur Einbindung nachhaltiger Energien in das belgische Stromnetz. 30 % der Investitionen von Elia fließen in solche Projekte, die zur Förderung der Erzeugung aus erneuerbaren Energiequellen beitragen.
Am 21. Juni 2016 hat Elia Vertretern der Presse ein konkretes Beispiel vorgestellt: das Projekt "Ostschleife". Anlässlich dieser Pressekonferenz wurde dargelegt, wie der Übertragungsnetzbetreiber Belgien auf dem Weg zu einer nachhaltigen Energieversorgung unterstützt.

"Die Ostschleife ist ein Projekt, auf das wir sehr stolz sind. Seit dem Beginn der Bauarbeiten im Juni 2015 wurde die erste Phase zu mehr als 50 % fertiggestellt. Die von der Regierung im föderalen Netzentwicklungsplans auferlegten Fristen wurden allesamt eingehalten. Wichtig waren uns die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Gemeinden und die von ihnen geforderte klare Kommunikation. Ich denke, dass wir auf dem guten Weg sind", erklärte Valérie Daloze, Leiterin des Bereichs Infrastruktur und Projektmanagement.

April 2016

Ostschleife: Zeitplan wurde eingehalten!

Die Bauarbeiten zur Verstärkung der Hochspannungsfreileitung zwischen den Umspannwerken von Bevercé, Amel und Bütgenbach über die Abzweigung Stephanshof sind zur Hälfte durchgeführt.

Zurzeit sind die beiden ersten Abschnitte Stephanshof-Bütgenbach und Stephanshof-Amel mit 31 bzw. 16 Leitungsmasten über einen Leitungsstrang in Betrieb. Am dritten Abschnitt, der den Abzweigpunkt Stephanshof mit dem Umspannwerk von Bevercé verbindet, kann ganz nach Plan im Mai mit der Errichtung der Tragmasten und der Montage der Leiterseile begonnen werden.

Die Ostschleife: belgisches Know-how unter Beweis

Im Rahmen des Projekts Ostschleife wurden fünf belgische Unternehmen mit der Durchführung der Arbeiten beauftragt, d.h. insgesamt 87 Mitarbeiter arbeiten Tag für Tag auf der Baustelle der Ostschleife.

Das Unternehmen Galére koordiniert in Zusammenarbeit mit der Firma Bodarwé die Bauarbeiten an der Ostschleife. ENGIE Fabricom und Ronveaux Electricité, die für Hoch- und Mittelspannungsanlagen in verschieden Bereichen spezialisiert sind, übernehmen die Errichtung der neuen Leitungsmasten und die Montage der neuen Leiterseile der Freileitung. Ronveaux Construction, spezialisiert im Bereich der Konzeption und Herstellung von vorgefertigten Betonelementen, hat die neuen Betonmasten entwickelt und geliefert.

Diese Leitungsmasten aus Hochleistungsbeton wurden am 26. November 2015 von der Fédération de l'Industrie de Beton ausgezeichnet. Schon seit 2011 forscht Elia gemeinsam mit der Firma Ronveaux an der Entwicklung von Betonmasten, die Robustheit und Ästhetik verbinden. Bisher wurden 45 dieser neuartigen Masten auf der neuen Hochspannungsleitung errichtet.

Es freut Elia ganz besonders, dieses belgische Know-how hervorheben zu können!

November 2015

Elia und Ronveaux erhalten Preis von der Föderation der Betonindustrie.

Am 26. November 2016 wurden die beiden Unternehmen Elia und Ronveaux von der „Fédération de l’Industrie du béton“, der Föderation der Betonindustrie, für die Entwicklung der neuartigen, im Osten der Provinz Lüttich errichteten Leitungsmasten aus Hochleistungsbeton preisgekrönt.

 

 

   

 

September 2015

Positive Bilanz der Bauarbeiten in den vergangenen drei Monaten

Drei Monate nach dem Start der Bauarbeiten zur Verstärkung der Hochspannungsleitung zwischen Bévercé, Stephanshof, Amel und Bütgenbach zieht Elia positive Bilanz. Die erste Phase der Bauarbeiten auf den Gemeindegebieten von Amel, Weismes und Bütgenbach verläuft wie geplant. Es wurde sämtlichen Anforderungen in Bezug auf Sicherheit und Umwelt entsprochen, die Auflagen der durch die Wallonische Regierung erteilten Baugenehmigung wurden erfüllt.

 

 

      

 

Juni 2015

teaserStart der Bauarbeiten zur Hochspannungsleitung Bévercé-Bütgenbach-Amel

Die von den ostbelgischen Erzeugern erneuerbarer Energien lang erwartete Netzverstärkung

Am 18. Januar 2015 wurde das Ausbauprojekt der Hochspannungsfreileitung, die die Umspannwerke von Bévercé - Bütgenbach - Amel verbindet, von den belgischen Behörden als gemeinnützig anerkannt. Elia hatte die Baugenehmigung am 12. September 2013 erhalten. Nun, nach einem langen Weg der Verwaltungsprozesse zur Gewährleistung der Rechtmäßigkeit des Vorhabens sowie des Schutzes von Mensch und Natur, konnte Elia am 1. Juni 2015 mit den Bauarbeiten beginnen.

Die betroffenen Gemeinden wurden entsprechend informiert, der Newsletter LINK wurde an alle Anwohner versendet.

actualites

Das vorrangige Ziel des Netzausbauprojekts Ostschleife ist die Einspeisung der in der Region erzeugten erneuerbaren Energien. Zugleich trägt dieses Projekt zur Erhöhung der Stromversorgungssicherheit in der Region bei.

Die von den zuständigen Behörden erhaltene Genehmigung betrifft die Verstärkung der bestehenden Infrastruktur, die über eine Strecke von 21 km die Umspannwerke Bévercé, Stephanshof, Amel und Bütgenbach verbindet.

Die Leitung durchquert die Gemeindegebiete von Malmedy, Weismes, Amel und Bütgenbach.

Betroffene Gemeinden

Länge der Leitung

Heutige Anzahl der Masten

Zukünftige Anzahl der Masten

Weismes

8,89 km

39

36

Amel

4,83 km

21

20

Malmedy

4,02 km

20

20

Bütgenbach

2,97 km

14

17

 

projet_robertville

Karte: Trassenverlauf

Technische Daten zu den Masten

 

implantation

TYPE SUPPORTS BEVERCE-STEPHANSHOF (SEL254)

Numéro pylône Type pylône Hauteur Pylône
P1 treillis 43
P2 treillis 36
P3 béton 29
P4 béton 38
P5 béton 39
P6 béton 32
P7 béton 38
P8 béton 37
P9 béton 25
P10 béton 23
P11 béton 24
P12 béton 25
P13 béton 25
P14 treillis 31
P15 béton 33
P16 béton 29
P17 béton 27
P18 béton 28
P19 treillis 34
P20 béton 25
P21 béton 26
P22 béton 27
P23 treillis 42
P24 béton 39
P25 béton 40
P26 béton 40
P27 béton 40
P28 béton 40
P29 béton 29
P30 béton 33
P31 béton 35
P32 béton 24
P33 béton 24
P34 béton 26
P35 béton 31
P36 béton 40
P37 béton 26
P38 béton 28
P39 béton 31
P40 béton 29
P41 béton 28
P42 béton 29
P43 béton 26
P44 béton 25
P45 béton 26
P46 treillis 49

 

TYPE SUPPORTS STEPHANSHOF-AMEL (SEL254)

Numéro pylône Type pylône Hauteur Pylône
P46 treillis 49
P47 béton 32
P48 béton 23
P49 béton 33
P50 béton 31
P51 béton 26
P52 béton 27
P53 béton 28
P54 béton 29
P55 béton 28
P56 béton 26
P57 béton 26
P58 béton 29
P59 béton 28
P60 béton 27
P61 béton 27
P62 treillis 26

 

TYPE SUPPORTS STEPHANSHOF-BUTGENBACH (SEL255)

Numéro pylône Type pylône Hauteur Pylône
P1 béton 29
P2 béton 27
P3 béton 27
P4 béton 26
P5 béton 28
P6 béton 27
P7 béton 27
P8 béton 30
P9 béton 31
P10 béton 34
P11 béton 35
P12 béton 37
P13 béton 25
P14 béton 25
P15 béton 27
P16 composite 20
P17 composite 20
P18 composite 20
P19 béton 24
P20 béton 30
P21 béton 31
P22 béton 28
P23 béton 33
P24 béton 31
P25 béton 29
P26 béton 28
P27 béton 32
P28 béton 36
P29 béton 31
P30 béton 33
P31 treillis 36

 

Die Bauarbeiten in fünf Etappen

Die am 1. Juni 2015 begonnenen Bauarbeiten werden, in Zusammenarbeit mit den betroffenen Gemeindeverwaltungen und Anwohnern, Abschnitt für Abschnitt durchgeführt (von Stephanshof nach Bütgenbach, von Stephanshof nach Amel und von Bévercé nach Stephanshof).

vDie Errichtung der neuen Infrastruktur bringt im Übrigen keine großen Auswirkungen mit sich, da die neue Leitung in unmittelbarer Nähe und entlang der bestehenden Freileitungstrasse gebaut wird. Die neuen Freileitungsmasten befinden sich gemäß dem Sektorenplan größtenteils in landwirtschaftlich genutzten Flächen. Keiner der geplanten Eingriffe wird ohne das vorherige Einvernehmen der Anspruchsberechtigten durchgeführt.

Die Inbetriebnahme der Leitung ist für Ende 2016 geplant, allerdings könnten einige Fertigstellungs- und Instandsetzungsarbeiten noch bis Anfang 2017 fortdauern.

chantier

 

Auf jedem dieser Abschnitte verlaufen die Arbeiten in fünf Phasen. Dieses Verfahren wurde von den behördlichen Instanzen anerkannt und ist in der Baugenehmigung aufgeführt. Dieses Verfahren ist mit einer Reihe von Auflagen verbunden, die den Schutz der Natur gewährleisten und eventuelle Beeinträchtigungen für die Anwohner weitestgehend begrenzen.

5 phases

 

1. Schaffung der Zufahrtswege

Die Schaffung der provisorischen Zufahrtswege zu den Baustellen ist die erste, unerlässliche Etappe der Bauarbeiten.

Diese Zufahrten, die für den Transport des erforderlichen Materials dienen, werden von den befahrbaren Wegen aus auf einer Breite von 8 bis 9 Metern angelegt. Dank der eingesetzten Techniken können mögliche Auswirkungen der Bauarbeiten weitgehend eingeschränkt werden( z.B. : Staubaufwirbelungen oder Bodenverschmutzung, ... ).

Die Zufahrtswege werden in Absprache mit den Gemeindeverwaltungen bestimmt, wobei die Beschaffenheit der Wege (für mehr oder weniger als 40 Tonnen ausgelegt ) und die technischen, mit dem Materialtransport verbundenen Einschränkungen berücksichtigt werden müssen.

An bestimmten Stellen der Trasse muss eine minimale Abholzung erfolgen. Die Abteilung Natur und Forsten sieht für diese Fälle Umweltausgleichsmaßnahmen vor, die zwischen Elia und den Grundstückseigentümern abgestimmt werden.

 

2. Errichtung der Fundamente

In dieser zweiten Etappe werden an den Maststandorten Gruben mit einer Tiefe von 2 bis 5 Metern ausgehoben. In diese Gruben wird dann das Betonfundament gegossen. Die neuen Strommasten werden, von einigen wenigen Ausnahmen abgesehen, in unmittelbarer Nähe der bestehenden Masten und entlang der heutigen Trassenführung errichtet.

 

3. Aufbau der neuen und Abbau der alten Leitungsmasten

Schwertransporter mit einer maximalen Länge von 32 Metern befördern die Maststrukturen zu den Standorten. Bewegt werden diese Masten mithilfe von Baukränen. Die Metallstrukturen des oberen Teils der Masten (Traversen, Erdseilspitzen, usw.) werden von einem Lkw mit Hebebühne aus installiert. Der Abbau der alten Masten geschieht nahezu zeitgleich mit der Errichtung der neuen Strommasten, damit die Lastkraftwagen keine Leerfahrten machen müssen. Die durch das Ausheben der Fundamente entstandenen Gruben werden mit der Erde aus den Ausgrabungen für die neuen Fundamente angefüllt, sodass der ursprüngliche Zustand des alten Maststandortes wieder hergestellt wird. Die alten Leiterseile (Freileitungskabel) werden ebenfalls Abschnitt für Abschnitt abmontiert. An bestimmten Stellen werden Profiltore errichtet um einen sicheren Verkehr zu garantieren (z.B. Überhang an Wegen).

 

pylone beton Die 87 hochwertigen Masten für zwei Drehstromkreise (2 x 3 Leiterseilbündel) minimieren die optische und landschaftliche Beeinträchtigung, sind aber höher als die vorigen Masten. Die durchschnittliche Höhe der neuen Masten beträgt 30 Meter, die bestehenden Masten sind 25 Meter hoch. pylone résine Elia errichtet erstmals in Belgien drei aus Hightechmaterial gefertigte Strommasten. Dank der Verwendung von Verbundwerkstoffen kann die Anzahl der Instandhaltungsarbeiten durch die Elia-Teams reduziert werden. Diese Masten - eine Innovation in Sachen Energie - werden im Herzen der Deutschsprachigen Gemeinschaft errichtet. pylone treillli Um die Stabilität der Leitung zu gewährleisten, werden an acht Standorten, an denen sich die Trassenrichtung ändert, Metallgittermasten errichtet. Zur besseren Integration in das landschaftliche Bild können diese Masten mit einem Farbanstrich versehen werden.  

 

4. Verlegung der neuen Leiterseile

In der vorletzten Etappe werden die neuen Leiterseile Abschnitt für Abschnitt auf die Masten verlegt. Dies geschieht mithilfe von Zugseilwinden.

5. Sanierung des Standortes

Sobald die Bauarbeiten beendet sind, werden die provisorischen Zufahrten entfernt, die Bauabfälle in anerkannte Abfallentsorgungsanlagen transportiert und wird das Gelände in seinen ursprünglichen Zustand zurückversetzt.

Eventuelle Rodungen, die zur Erleichterung der Zufahrt zu den Baustellen vorgenommen werden mussten, werden anschließend durch Neupflanzungen ausgeglichen. Ein Beispiel ist die, in der Umweltverträglichkeitsstudie aufgenommene Neupflanzung eines seltenen Heckengewächses.

Bestimmte Gebiete, die einen besonderen Wert in Bezug auf die biologische Vielfalt haben, werden gemäß den Prinzipien des von der EU geförderten Projekts Life+ angelegt. Am Ausgang der Schaltanlage von Bévercé sollen beispielsweise Niederstämme angepflanzt werden.

Elia berücksichtigt Umwelt und Lebensqualität

environnementWährend der verschiedenen Bauphasen werden zahlreiche Vorkehrungen zur Rücksichtnahme auf die Anwohner und zum Umweltschutz getroffen. Das Gleiche gilt, nachdem die neue Leitung in Betrieb genommen wurde. Elia ist sich der Tatsache bewusst, dass Hochspannungsleitungen unter bestimmten Wetterbedingungen hörbare Geräusche erzeugen und dass elektrische und magnetische Felder entstehen. Elia gewährleistet die strikte Einhaltung der diesbezüglichen Normen.

 

Die neue Leitung entspricht den Normen in Bezug auf elektrische und magnetische Felder.

Trotz der Kapazitätserhöhung sind die Werte der elektromagnetischen Felder dank der angewendeten Verfahren wie der Erhöhung der Masten, die Doppelung der Drehstromkreise und der Verdrillung der Leiterseile gleich oder sogar niedriger als die früheren Werte.

Aus den im Rahmen der Genehmigungsverfahren gemachten Berechnungen geht hervor, dass die durch die neue Leitung erzeugten magnetischen Felder deutlich unter den Referenzwerten liegen:
  • Magnetische Felder   
    • Auf jeden Fall sind sie bedeutend niedriger als die Referenzwerte von 100 μT bis 200 μT, die die internationalen Behörden (ICNIRP, Europäischer Rat) empfehlen.
  • Elektrische Felder
    • Empfehlung der internationalen Behörden: 5kV/m
    • An den Stellen, an denen der Abstand zwischen Leitung und Boden am geringsten ist, liegen die Werte der elektrischen Felder unter 0,2 kV/m.
    • Diese Werte verringern sich übrigens sehr schnell, je weiter man sich von der Leitung entfernt.

 

Die neue Leitung entspricht den Lärmemmissionsstandards

Bei Nebel kann in der Nähe jeder Hochspannungsleitung ein leichtes Brummen wahrgenommen werden, das von der sogenannten Koronaentladung hervorgerufen wird. Da die Leiterseile der neuen Leitung einen größeren Durchmesser haben, wird dieses Geräusch im Vergleich zur gegenwärtigen Situation geringer sein und den vom Gesetzgeber vorgegebenen Normen entsprechen.

Haben Sie weitere Fragen bezüglich des Projekts Boucle de l'Est? Hier finden Sie die notwendigen Kontaktdaten.

Kontaktieren Sie uns: